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Auf dieser Seite kommentiere ich Nachrichten, Berichte und Meinungen der Goslarschen Zeitung zu insbesondere lokalen politischen Ereignissen. Die GZ hat das Meinungsmonopol in dieser Stadt. Der Leser hat Anspruch auf eine faire, unvoreingenommene und überparteiliche  Berichterstattung. Diesem Anspruch ist die GZ in der Vergangenheit nicht im vollen Umfang gerecht geworden. Daher liegt mein Augenmerk darauf, diesen Anspruch an meine Lokalzeitung immer wieder ins Bewusstsein der Redakteure zu rufen und deren Beiträge kritisch zu begleiten. Dies ist quasi die Seite für MEINE Leserbriefe, die ich so in der GZ niemals platzieren könnte.

Wegen Missbrauchs meines Diskussionsforums und meines Gästebuches habe ich mich entschlossen, meine Seite umziehen zu lassen.

Ab sofort finden Sie mein Beiträge Hier

Diese Seite bleibt als Archiv erhalten.


Wohnmobilstellplätze in Bad Harzburg

03.08.2011

Bad Harzburg scheint wach geworden zu sein und die wirtschaftliche Bedeutung des immens wachsenden mobilen Tourismus erkannt zu haben. Die Tatsache, dass auf dem Gelände des ehemaligen Krodobades 30 Wohnmobilstellplätze entstehen, scheint mir ein Weg in die richtige Richtung, um den Anschluss an den Ostharz, den Thüringer Wald, den Schwarzwald, den Pfälzerwald und den Bereich entlang  der Mosel und des Rheins nicht zu verlieren, wo die überwiegende Mehrheit der Zur Zeit knapp 4000 Wohnmobilstellplätze in Deutschland vorhanden sind, von den Küsten gar nicht zu reden.

Im Westharz findet man davon zur Zeit ca.1 Prozent ! Goslar, mit seinen  paar Pseudostellplätzen auf dem Parkplatz Füllekuhle, deren Ver- und Entsorgungseinrichtung seit Monaten zerstört ist, hinkt der Entwicklung deutlich hinterher.

Weberturm

03.08.2011

Wie man der GZ heute entnehmen konnte, wurde der Weberturm erfolgreich versteigert. Bin mal gespannt, ob jemand aus der Goslarer Neidgesellschaft versuchen wird, ein Haar in der Suppe zu finden...

Forsa hats´s vermasselt

15.07.2011

Sehr zum Leidwesen der FDP musste der Schleier um die Kandidatenkür vorzeitig gelüftet werden, nachdem Forsa am Dienstag und Mittwoch im Auftrag der SPD Goslar ausgelotet hat, wie die Goslarer zu einer möglichen Kandidatin Renate Lucksch stehen.
Ich lag also mit meiner Vermutung richtig. Nun ist auch klar, wer der auswärtige Kandidat ist: Dr. Christian Eberl von der FDP.

Renate Lucksch Teil des Duos ?

14.07.2011

Es soll laut GZ vom 13.07.2011 nur noch ein „Bewerber-Duo“ im Topf der Ratsmehrheit  sein, das als Kandidat für die OB-Wahl in Frage kommen könnte. Dabei soll  es sich um einen Mann und eine Frau handeln, wobei eine(r) aus Goslar kommen soll.

Nach der Telefonumfrage von Forsa am gleichen Tage und der gezielten Frage, ob der Angerufene sich einen Neuanfang in Goslar mit einer Oberbürgermeisterin Renate Lucksch vorstellen könne, deutet einiges darauf hin, dass der weibliche Part des Duos Lucksch heißen könnte. Sollte "Forsa" mit der Umfrage antesten, ob und mit welcher Aussicht auf Erfolg die Personalie Lucksch im Vergleich zu den Mitbewerbern Junk und Wohltmann, nach denen ebenfalls gefragt wurde, den Goslarern zu vermitteln sein würde?

Warten wir also ab, wer ab Montag nach Auffassung der Ratsmehrheit für den Neuanfang in Goslar stehen soll....

Forsa-Umfrage in Goslar

13.07.2011

Heute fand eine „Forsa-Telefon-Umfrage“ in Goslar statt. Auf die erstaunte Frage, wieso „Forsa“ ausgerechnet auf Goslar käme, lautete die Erklärung, man sei auf Goslar durch die Querelen um die OB-Abwahl, die Probleme bei der Findung geeigneter neuer Kandidaten und, wie man sagte, den hier herrschenden „Goslarer Klüngel“  aufmerksam geworden.

Wer der tatsächliche Auftraggeber war, wollte der Interviewer allerdings nicht verraten. Aus der Fragestellung könnte man allerdings  schließen, dass es sich um eine Umfrage im Auftrag der SPD handelt. So lautete z.B. eine Frage, welcher der bisher bekannten OB-Kandidaten als chancenreich eingestuft würde und ob man sich einen Neuanfang in Goslar mit einer Oberbürgermeisterin Renate Lucksch vorstellen könne, wenn diese denn kandidieren würde. Oder: Ob eine Rückkehr von Sigmar Gabriel in die Kommunalpolitik vorstellbar sei....

Aber der Reihe nach:

Zunächst wurde der Interviewte gebeten, fünf Dinge zu nennen, die ihn in Goslar am meisten stören würden. Und der Fragesteller schien schon nicht mehr überrascht, wie sehr sich die Antworten ähnelten, die er bisher erhalten hatte.

Sinngemäß waren das offensichtlich::
- Zustand des Straßennetzes
- Rolle des Rates
- Berichterstattung der GZ
- Leerstände von Geschäftslokalen
- Fehlende Zukunftsperspektive für junge Leute

Auch die Antwort auf die Frage, welcher Kommunalpolitiker besonders positiv bzw. negativ in Goslar hervorsteche, schien ihn nicht zu überraschen, weil ein Name  als Negativbeispiel offensichtlich häufig genannt wurde. Aus Datenschutzgründen werde ich den Namen hier aber nicht nennen.

Es folgten Fragen nach dem persönlichem Wahlverhalten bei Kommunal- Landtags- und Bundestagswahlen und ob man mit seiner Wahlentscheidung zufrieden sei und der Einschätzung, welcher Partei man in Goslar am ehesten zutrauen würde, die Probleme der Stadt in den Griff zu kriegen.

Der Interviewer konnte oder wollte nicht sagen, wo und in welcher Form die Umfrage veröffentlicht werden würde. Bin mal gespannt, ob man davon noch mal Konkretes hört oder liest. Werde mal bei „Forsa“ recherchieren.

Keine Indianer

03.07.2011

Es ist interessant zu hören, dass es offensichtlich Goslarer gibt, die sich Gedanken um die Zukunft dieser Stadt machen und ihre Unzufriedenheit mit den verkrusteten Verhältnissen in andere politische Bahnen zu lenken versuchen.

 

Es wäre tatsächlich an der Zeit, dass denen, die zum Teil seit Jahrzehnten im Stadtrat  sitzen und mit dafür verantwortlich sind, dass Goslar in den letzten 10 Jahren um die 100 Mio. Euro Schulden angehäuft hat, die Geschicke der Stadt nicht mehr allein überlassen werden.

 

100 Millionen Euro! Wo sind die geblieben? Die Stadt macht nicht den Eindruck, als sei in sie ausreichend investiert worden. Sie ist dringend renovierungsbedürftig. Das Ortsstraßennetz ist desolat. Grünflächen werden nur notdürftig gepflegt und wie wir lesen konnten, ist für das Bepflanzen von Verkehrsinseln kein Geld da.

 

Ich war mit dem Wohnmobil 3000 km in Deutschland unterwegs und habe festgestellt, dass  Goslar aufpassen muss, den Anschluss an attraktive Tourismusorte nicht zu verlieren. Auch andere Städte haben Großes zu bieten und was auffällt: Sie wissen um ihre Pfunde und unternehmen alles, um sich entsprechend zu verkaufen.

 

Wenn man durch den Thüringer Wald, den Frankenwald, durch Schwaben, das Allgäu, am Bodensee entlang, durch den Schwarzwald oder den Pfälzer Wald  fährt, springen einem die herausgeputzten Orte förmlich ins Auge. Intaktes Straßennetz, Blumenschmuck an fast allen Häusern und bepflanzte Verkehrsinseln und Kreisel bilden einladende „Eingangstore“.  Viele vermitteln mit ihrer touristischen Infrastruktur und ansprechenden Fußgängerzonen eine animierende „Aufenthaltsfunktion“  und nicht nur eine „Besucherfunktion“ , wo man kurz anhält, um dann weiter zu fahren.

 

Und was die Tradition anbetrifft, können viele Orte locker mit Goslar mithalten. Breisach am Rhein z.B. hat nachweislich im Jahr 369 einen Römischen Kaiser in seiner noch existierenden „Pfalz“ beherbergt. Aber Tradition ist nicht alles. Das Ambiente drum herum stimmt einfach und wurde vorsichtig den heutigen Erfordernissen angepasst. Sie scheinen ihre individuellen Stärken nach dem Motto umzusetzen: „Köder müssen den Fischen schmecken und nicht dem Angler“.

 

Goslar bräuchte mehr  engagierte Leute, die ihre Erfahrung einbringen und ideologiefrei  das Beste für die Stadt im Auge haben. Die nicht in Parteiorganisationen gefangen sind und frei von übergeordneten politischen  Strömungen Mehrheiten organisieren und unterstützen, die die Entwicklung der Stadt voranbringen.

 

Ich weiß auch, dass es nicht einfach ist, diese für ein kommunalpolitisches Engagement zu gewinnen. Aber vielleicht gibt es doch noch eine ausreichende Anzahl, die bereit ist, sich mit entsprechender Unterstützung einflussreicher Persönlichkeiten, die die GZ  als „Graue Eminenzen“ bezeichnet, in einer wie auch immer gearteten „(Wut-)Bürger-Bewegung“ zu engagieren.

 

Warum soll in Goslar nicht möglich sein, was in anderen Orten mit großem Erfolg seit Jahren praktiziert wird?