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Abgetaucht

22.03.2011

Ja, was ist das denn?  Da wird monatelang suggeriert, der Rat stehe mit 34 Mitgliedern geschlossen gegen den Oberbürgermeister und dann müssen wir heute lesen, dass nur 22 von ihnen bereit sind, öffentlich und nicht nur hinter Fraktionstüren zu ihrer vermeintliche Überzeugung zu stehen.
Sollten die anderen 12 das öffentlich propagierte Problem zwischen OB und Rat doch nicht so einseitig nur beim OB sehen wie die anderen? Oder waren sie in ihren Fraktionen einem solchen Gruppendruck ausgesetzt, dass sie sich nicht getraut haben, intern den stimmgewaltigen Wortführer in ihren Fraktionen Paroli zu bieten? In meinen Augen ein weiteres Trauerspiel, das der Rat der Stadt Goslar hier bietet.
Ich stimme dem Chefredakteur der GZ zu, dass der Leidensdruck bei einigen Ratsmitgliedern offensichtlich doch nicht so groß ist, wie immer dargestellt. Jedenfalls nicht so groß, wie dem Goslarer Bürger über Monate hinweg weiß gemacht werden sollte.

Das Auf und Ab vor der Wahl

20.03.2011

Ich nehme an, die gesamte Redaktion (red) steht hinter dem Artikel in der Wochenendausgabe  mit obiger Überschrift . Darin kündigt die GZ an, dass sie in den kommenden Wochen den Wählern  eine Hilfestellung zur Meinungsbildung bieten will. Dazu hat sie mehrere Initiativen und eine zehnteilige Dokumentation angekündigt. Der Artikel ist durchaus informativ und richtungsweisend. Er lässt auf eine moderierende, statt auf eine bisher mehr kommentierende Berichterstattung hoffen, wobei abzuwarten ist, ob alle Redakteure mit im Boot sind.
Im Moment sehe ich die Absicht, doch noch fehlt mir der Glaube.
  Wenn man den Kommentar in der selben Ausgabe zum Thema „Ganze Arbeit und halbe Wahrheit“ mit den Passagen „Gestümper der Verwaltung“,  „skandalöser Missachtung der Öffentlichkeit“  und von „Branchen-Amateuren am Rathaus-Schreibtisch“ liest, dann scheint der Schauplatz des "Scharf- und Plattmachens“ lediglich auf eine andere „Spielwiese“ verlagert worden zu sein. Dieser Kommentar, aber auch der  Stil der angesprochenen E-Mail, die wirkt, als hätte jemand  eine Vorgabe widerwillig umsetzen müssen, hinter der er selbst  nicht  zu stehen scheint, machen den Unterschied zwischen eigenem Anspruch und Wirklichkeit deutlich.

Anmaßende E-Mail der GZ

19.03.2011

Die Goslarsche Zeitung plant unter 50 handverlesenen Bürgern aus angeblich allen gesellschaftlichen Bereichen, die sie wegen ihres Amtes oder ihrer Bekanntheit ausgewählt hat, eine Umfrage mit einer sehr bestimmt formulierten Aufforderung zu einer Wahlempfehlung. Dabei beschränkt sie sich allerdings nicht auf Goslarer Bürger*, denn nur diese sind wahlberechtigt, nein, sie wendet sich an ausgewählte Bürger aus der Region ! Da soll also jemand beispielsweise aus Bad Harzburg eine Wahlempfehlung für die Goslarer* abgeben. Na, vielen Dank. Genau eine derartige Empfehlung hat den Goslarern* noch gefehlt.  Ich fasse es nicht ! Auch mein Informant hat die zweifelhafte Ehre, dieser Gruppe anzugehören, die eine Wahlempfehlung abgeben soll ! Natürlich ist ihm eine Frist gesetzt und wenn er nicht teilnehmen will, möge er das bitte begründen! Wirklich nicht zu fassen.  Darüber hinaus entfacht ein einziger Buchstabe, nämlich ein klein oder groß geschriebenes  " i "  eine sinnentstellende Wirkung.
Ich bezweifle auch sehr stark, dass es zu den Aufgaben eines unabhängigen Presseorgans gehören darf, in einem konkreten Einzelfall für eine hohe  Wahlbeteiligung zu sorgen. So wünschenswert diese auch wäre,  dafür haben sich bei früheren Wahlen ausschließlich politische Parteien oder deren Kandidaten eingesetzt.

Damit die inzwischen erfreulich breite Leserschaft auf meiner  Homepage sich selbst ein Bild über das machen kann, wovon ich rede, hier die E-Mail der GZ im Wortlaut:

„Sehr geehrter Herr XYZ,

die Goslarsche Zeitung plant im Vorfeld des vom Goslarer Rat  beschlossenen Abwahlverfahrens eine umfangreiche Berichterstattung, um den Goslarerinnen und Goslarern Entscheidungshilfen für Ihr  Votum zu geben und  - vor allem – um eine hohe Wahlbeteiligung an diesem so wichtigen demokratischen Prozess zu erreichen.
Ein elementarer Teil dieser Berichterstattung  ist eine Umfrage  unter etwa 50 Bürgern der Region aus allen gesellschaftlichen Bereichen, die qua Amt und/oder Bekanntheit ausgewählt sind. Als Chef von XYZ gehören Sie selbstverständlich zu dieser Gruppe, die eine Wahlempfehlung für den 10. April abgeben und ihre Meinung mit drei, vier kurzen Sätzen begründen soll. Wir bitten Sie, uns ein solches Statement bis Sonntag, 20. März, zu schicken. Sollten Sie nicht teilnehmen wollen, bitte ich ebenfalls um eine kurze Begründung.
Mit freundlichen Grüßen"

 *Beim Schreiben fällt mir auf, dass ich immer von den „Goslarern“ oder “Goslarer Bürger“  spreche. Diese Formulierung benutze ich wegen der damit verbundenen besseren Lesbarkeit meiner Texte. Sie schließt selbstverständlich die männliche und die weiblich Form ein. Bitte um Nachsicht.

GZ animiert zu Wahlempfehlungen

18.03.2011

Wenn in einer der nächsten Ausgaben der GZ Wahlempfehlungen prominenter Goslarer abgedruckt werden, liegt das daran, dass die GZ eine Rolle übernimmt, wie man sie bisher nur von politischen Interessengruppen kannte. Sie hat eine Reihe Unternehmer und andere Goslarer gezielt angeschrieben, die sie offensichtlich als Gegner oder Unterstützer von Binnewies einordnet, um diese zu einer Wahlempfehlung „pro“ oder „contra“ des OB zu animieren.  Eine höchst fragwürdiges Unterfangen, da weder die Auswahl  der Adressaten repräsentativ ist noch die Kriterien zur Wiedergabe der gefilterten Rückläufe transparent und nachvollziehbar sein werden.  
In dieser heiklen  Situation ist es für eine Zeitung mit einer konkurrenzlosen Meinungshoheit  zwingend erforderlich, neutral zu bleiben und sich nicht aktiv am Wahlkampf zu beteiligen. Ich wurde übrigens nicht angeschrieben. Passe wohl nicht in die erwünschte Zielgruppe....

Goslar-Politik: Von Taktik und Taktieren

17.03.2011

Eine aus meiner Sicht ausgewogene Seite, wenn auch mit kleineren Spitzen, wobei Frank Heine Recht hat:
Bei seinem Auftritt am Samstag hätten bei dem OB angesichts der erkennbaren Brisanz der Frage der Theaterpädagogik die Alarmglocken klingeln müssen. Warum hat er nicht erklärt, dass er vor einer endgültigen Entscheidung intensiv weiter nach Lösungsmöglichkeiten suchen würde? Es wäre ihm einiges erspart geblieben !

Die haben ihn nicht gewählt

Zum Leserbrief von Barbara Scheller am 16.03. in der GZ

17.03.2011

Zu Frau Schellers Leserbrief habe ich eine kleine Ergänzung:
Nicht die Politiker haben sich selbst einen Chef gewählt, sondern WIR Goslarer haben ihnen einen OB  gleichberechtigt  an die Seite gestellt, damit  die Zeit eines von Politikern ausgekungelten Oberbürgermeisters endgültig vorbei ist. Der ist nun nicht mehr vom Rat abhängig, sondern den Bürgern der Stadt Goslar gegenüber verpflichtet. Und nicht die politischen Parteien in Goslar, sondern WIR bestimmen, ob er bleibt oder geht!

Lerserbriefe zur Wahlbenachrichtigung

16.03.2011

Ich kann die Leserbreife zur Wahlbenachrichtigung von Wolfgang Janz und Ralph Schirmer nicht nachvollziehen. Auf meiner steht: "Wahlbenachrichtigung zur Abstimmung über die Abwahl des Oberbürgermeisters..." Eine Abbildung steht seit Samstag auf meiner privaten Homepage. Sind mehrere Fassungen im Umlauf?
Nachsatz:
Sorry, die beiden haben Recht. Da fehlt doch tatsächlich ein Buchstabe! Meine Wortsinn-Automatik scheint zu ausgeprägt, um das gleich zu erkennen. Die haben Sorgen...

Brief mit Wirkung

16.03.2011

Es war zu erwarten, welche Steilvorlage Binnewies mit seiner Auseinandersetzung mit Steinecke seinen Gegnern liefern würde. Wenn es denn so war und nicht nur wahltechnisch aufgebauscht wurde, eine nicht nur im normalen politischen Alltag unnötige Geschichte. In seiner Situation, in der eigentlich Sympathiewerbung und Imageaufbesserung angesagt sein müsste, ein denkbar schlechter Start in den Wahlkampf.

Ein Satz und seine Folgen

15.03.2011

Der heutige Artikel in der GZ zeugt von einer lange vermissten Sachlichkeit. Es werden lediglich Fakten benannt und beide Seiten, Binnewies und Steinecke, kommen zu Wort. Ich war nicht dabei und weiß nicht wie es wirklich war. Anhand dieses Artikels ist es für den Leser aber zumindest im Ansatz möglich, sich ein Bild zu machen. Und diesmal ohne jeglichen Kommentar...

Nur zur Klarstellung, weil ich gefragt wurde

14.03.2011

Ja, natürlich, mein offener Brief und die darunter stehenden Anmerkungen stehen nicht nur hier. Ich habe sie auch Herrn Rietschel gemailt und den beiden Herausgebern per Post zur Verfügung gestellt.
Hans Reime

Geht´s noch arroganter GZ ?

Offener Brief zum Kommentar des Chefredakteurs der GZ Andreas Rietschel

13.03.2011

Guten Tag Herr Rietschel.
Meine Skepsis, die sich auch nach unserer persönlichen Begegnung nicht gelegt hat, scheint berechtigt. Erst heute, nachdem ich Ihren Kommentar vom 11.03. noch einmal auf mich wirken lassen habe, wird mir deutlich, dass Sie in Goslar noch nicht angekommen sind.
     Als Chefredakteur der GZ geben Sie sich weiter wie ein Außenstehender, der mit Häme auf die Stadt schaut. Obwohl Goslar und seine  Bürger mit dem Verlust des Auftrages Ihres Hauses nichts zu tun haben, betiteln Sie sie herablassend mit "Geht´s noch Goslar ?". Sie zeigen damit eine nicht zu überbietende Arroganz und rücken als verantwortlicher Meinungsmacher uns und unsere Stadt in das Licht eines "Provinznestes".
    Ich verbitte mir sicherlich auch im Namen dieser Stadt und ihrer Bewohner Ihre Häme und Geringschätzigkeit.Ihr Hang zu reißerischen Schlagzeilen, wie er auch in der mit zum "Abschuss" freigegeben assoziierten Schlagzeile: "Zur Abwahl freigegeben" deutlich wurde, gibt Ihnen nicht das Recht, sich in dieser abfälligen Weise über uns und unsere Stadt zu äußern.
    Nach eigener Aussage sind sie nach 3-monatiger Tätigkeit in der Redaktionsleitung der GZ noch "Suchender" in Goslar und weder mit den Abläufen in dieser Stadt noch der Mentalität ihrer Bewohner allzu vertraut. Bei dieser Selbsteinschätzung stünde es Ihnen gut an, über Goslar und seine Einwohner einfühlsamer zu titeln.

Hans Reime


Geht´s noch GZ ?

12.03.2011

Gestern war ich echt verunsichert, als ich den Kommentar"Geht´s noch Goslar" in der GZ las. Dort steht:

"Geschätzte Goslarerinnen und Goslarer: Wenn Sie am 10. April zur Wahl oder Abwahl von Henning Binnewies gehen, schieben Sie um Himmels willen nicht die ABO-Werbung der GZ in den Schlitz der Wahlurne. Benutzen Sie bitte nur die Zettel zur Wahl, die ihnen  von der Post AG zugeschickt wurden."

Da das Verfahren am 10.04. für alle Goslarer Neuland ist, glaubte ich einen Moment, die Post würde diesmal zur Vereinfachung des Wahlvorgangs gleich den original Wahlschein zuschicken, den ich dann mit meinen Freunden abstimmen und mehr oder weniger fröhlich am 10.04. in die Wahlurne stecken könnte. Ich verkniff mir zunächst eine Reaktion. Wollte erstmal das Schreiben abwarten.

Heute Morgen war ich dann doch erleichtert, als ich lediglich, wie bei allen Wahlen üblich, eine stinknormale Wahlbenachrichtigung im Briefkasten vorfand.
Was muss im Kopf eines Chefredakteurs vorgehen, der seinen Lesern einen derartigen Unsinn auftischt. Satire muss man können. Mag ja gut gemeint gewesen sein. Sie wurde nur stümperhaft gemacht. Da kann man nur fragen: Geht´s noch GZ ?

Geht´s noch Goslar?
oder: Jetzt kommt der Katzenjammer

11.03.2011

Um mit der gleichen Häme wie im Kommentar des Chefredakteurs der GZ zu antworten, könnte man sagen, dass die GZler Recht haben und die Goslarer clever genug sind, um das Manöver zu durchschauen, wenn die Verantwortlichen der Stadt nicht auch noch den füttern wollen, der ihnen ständig ans Bein pinkelt. Aber keine Angst, die Goslarer sind auch clever genug, 800 ihrer Mitbürger zu bewegen, ein Kurzabo zu buchen, damit der Verlust durch den verlorenen Auftrag kompensiert werden kann. Und für jeden. der die Nase voll hat von dem Theater und auf die Idee kommen sollte, sein Dauer-Abo zu kündigen, stehen sofort 12 Kurzabonenten bereit, um den Verlust eines Jahres aufzufangen.
Und um Klartext zu reden: In seinem Klartext lässt Andreas Rietschel die Katze aus dem Sack:" Die Zeitung wirbt mit ihrer Berichterstattung zum Abwahlverfahren". Und ich dachte, sie will mit einer ausgewogenen, überparteilichen, sachlichen und fairen Berichterstattung überzeugen, um so Leser an sich zu binden und neue zu gewinnen, statt zu verlieren.
Die GZ muss aufpassen, dass es am Ende nicht bei all denen, die schon jetzt mit geballter Faust in der Tasche herumlaufen -und ich kenne nicht wenige davon-  heißt: "Zur Abwahl freigegeben" und damit die GZ meinen.
Hier noch mal mein Schreiben an die GZ zum Thema Wahl-Abo-Werbung, nachdem sich viele in meinem Umkreis aufgeregt und mich zu einem Leserbrief gedrängt haben:

Leserbrief an die GZ zum Thema Wahlwerbung

23.02.2011

"Ich bin schockiert. Die GZ verteilt Geschenke an die, die an der OB-Wahl teilnehmen! Damit macht sie sich unglaubwürdig und hat für mich den Weg der Objektivität endgültig verlassen.
Natürlich ist eine hohe Wahlbeteiligung bei jeder Wahl wünschenswert, um aussagefähige Ergebnisse zu erzielen. Aber dass die GZ so unverhohlen ein Vorzugsabo mit einem Aufruf, zur Wahl zu gehen, verbindet, hat nichts mit dem Transport von Fakten zu tun, sondern ist eine Einflussnahme auf das OB Referendum. Denn es ist natürlich klar, dass durch die 25 Prozent Quote nur durch eine hohe Wahlbeteiligung das auch von der  GZ so vehement beworbene Ziel zu ereichen ist, den OB abzuwählen. Für eine angeblich unabhängige und überparteiliche Zeitung ist dieses ein Armutszeugnis.